manuskripte
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  • Oktober24th

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    „Für Fredy …“

    Heft 229 der manuskripte ist zur Gänze dem im Mai des Jahres verstorbenen Alfred Kolleritsch gewidmet, der die manuskripte 1960 gegründet und sechs Jahrzehnte lang herausgegeben hat.

    Alfred Kolleritsch war das Menschliche in der Literatur immer besonders wichtig – immer interessierte er sich für die Menschen hinter den Texten: „Kennst du den?“ „Wie ist die so?“
    Nun gibt es erstmals ein reguläres manuskripte-Heft, das sich voll und ganz dem Menschen Alfred Kolleritsch selbst widmet. „Dass es dazu erst posthum kommt,“ schreibt Andreas Unterweger, sein Nachfolger als manuskripte-Herausgeber in der vorangestellten Marginalie, „ist traurig – sagt aber auch viel darüber aus, wie er selbst so war.“

    Die vorliegende Ausgabe liefert ein vielfältiges Porträt von „Fredys“ vielseitiger Persönlichkeit. Sie beinhaltet, neben Nachrufen und Trauerreden, eine Fülle von Erinnerungen, Anekdoten, Gedichten, Nachgesängen, Klageliedern, Briefen, Gesprächen, Notizen und auch Essays sowohl zum literarischen als auch zum kulturgeschichtlichen Vermächtnis des Verstorbenen.

    Bei Alfred Kolleritschs Bedeutung in der deutschsprachigen Literaturgeschichte nimmt es nicht Wunder, dass das Heft vor Textspenden geradezu überquillt – darunter von so bedeutenden Autor*innen wie Elfriede Jelinek, Peter Handke, Friederike Mayröcker, Josef Winkler, Robert Menasse, Clemens Setz, Valerie Fritsch u.v.a.m.
    Auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie etwa Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sind mit Würdigungen vertreten.

    Hinzu gesellen sich rund 60 Seiten Abbildungen – darunter bislang unpublizierte Fotografien aus Kolleritschs Privatarchiv und Bilder der führenden Literatur-Fotografin Isolde Ohlbaum.
    Und noch eine Besonderheit weisen die manuskripte 229 laut Unterweger auf: „Abgelehnt wurde kein einziger Text.“

  • Oktober22nd

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    Die neue manuskripte-Nummer 229 ist ab sofort in unserem Webshop erhältlich.
    Das Inhaltsverzeichnis finden Sie in der Rubrik “Hefte/INHALTS-VZ”.

  • September8th

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    Die rotahorn-Preise 2020 gehen an Nava Ebrahimi und Franziska Füchsl – wir gratulieren!

    Offizielle Presseinformation mit Jurybegründungen, Kurzbiografien und Lesemöglichkeiten:

    Graz, am 8. September 2020

    ROTAHORN:
    Die Literaturpreisträger 2020 stehen fest

    Nava Ebrahimi und Franziska Füchsl sind die Preisträgerinnen des Hans Roth Literaturpreises „rotahorn“ 2020. Sie überzeugten die Fachjury, bestehend aus den steirischen AutorInnen Barbara Frischmuth, Valerie Fritsch und Andreas Unterweger, dem Germanisten Julian Kolleritsch sowie den Kulturjournalisten Werner Krause, Christoph Hartner und Heinz Sichrovsky von ihrem literarischen Können.

    Mit dem „rotahorn“ bereichert seit 2011 ein Literaturpreis, initiiert von Saubermacher-Gründer Hans Roth die österreichische Kulturlandschaft. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Alfred Kolleritsch und seiner Literaturzeitschrift „manuskripte“.

    Die Gewinnerinnen Nava Ebrahimi und Franziska Füchsl wurden aus einer hochklassigen Shortlist talentierter Lyrik- und Prosa-Autoren ermittelt, die ein Naheverhältnis zu den „manuskripten“ pflegen.

    Die Jury hob spezifische Qualitäten im Schaffen der Preisträger hervor:

    Begründung für Nava Ebrahimi:
    Nava Ebrahimi schreibt sorgfältig konstruierte Erzählungen auf exakt formulierter sprachlicher Basis, die jeden ihrer Protagonisten mit seinem eigenen Akzent zu Wort kommen lässt. Ihre Plots und Figuren kreisen um die brandaktuellen Themen Herkunft und Identität, die sie in ihrer globalen Tragweite auszuleuchten weiß. Dabei gelingt der in Teheran geborenen Grazerin das Kunststück, Romane zu schreiben, die der Komplexität und Widersprüchlichkeit unserer Gegenwart gerecht werden und dennoch ein Lesevergnügen darstellen.

    Begründung für Franziska Füchsl:
    Franziska Füchsl ist eine sprachliche Feinmechanikerin, die im Grenzbereich von Lyrik und Prosa poetisches Neuland erschließt. Geschult an den Arbeiten von Oswald Egger und Peter Waterhouse verwebt die Oberösterreicherin rares Vokabular, grafisch-formale Elemente und rhythmische Hypersensibilität zu höchst eigenständigen sprachlichen Gebilden. Dinge werden zu Worten, und aus den Worten entsteht eine neue Welt – selbst wenn man die Worte nicht immer auf Anhieb versteht. Kurz: Eine belebende Abwechslung im Einheitsbrei der Gegenwartsbelletristik!

    NAVA EBRAHIMI, geb. 1978 in Teheran, lebt als Autorin in Graz. Mehrere Preise und Stipendien, u.a. Morgenstern-Preis des Landes Steiermark 2019 und Debütpreis des Österreichischen Buchpreises 2017. Letzte Veröffentlichung: Sechzehn Wörter (btb, 2017). Im März 2020 erschien ihr zweiter Roman Das Paradies meines Nachbarn (btb).
    Erste Kontakte zu den manuskripten 2016, ein Vorabruck aus Das Paradies meines Nachbarn findet sich in manuskripte 223, in manuskripte 226 veröffentlichte Ebrahimi zwei Erzählungen, die sie bei der Präsentation im Literaturhaus Graz vortrug.

    FRANZISKA FÜCHSL, geb. 1991 in Putzleinsdorf/Oberösterreich lebt in Kiel und Wien. Studium der Deutschen Philologie, Anglistik, und Sprache und Gestalt. Mitglied im Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen und im Neuberg College – Verein für Übersetzung der Gesellschaft. Letzte Veröffentlichungen: rätsel in großer schrift (edition mosaik, 2018) und Tagwan (Ritter, 2020).
    Erstkontakt zu den manuskripten 2015, Texte Franziska Füchls finden sich in manuskripte 214, 219 und im kommenden Heft 229 (erscheint am 24.10.2020).

    P.S. Wir freuen uns sehr, dass Hans Roth den rotahorn-Literaturpreis auch nach dem Ableben unseres lieben Alfred Kolleritsch fortführt: herzlichen Dank!
    So wird der Preis ein Symbol dafür, wie Kolleritschs Lebenswerk über seinen Tod hinaus die (Literatur-)Welt verbessern konnte.

  • Juli23rd

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    Die neue manuskripte-Nummer 228 ist ab sofort in unserem Webshop erhältlich.
    Das Inhaltsverzeichnis finden Sie in der Rubrik “Hefte/INHALTS-VZ”.

  • Juni3rd

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    „Es spricht mit uns,
    dunkel und licht zugleich,
    Unvergängliches ohne Dauer.“

    Traurig und dankbar
    gedenken wir unseres Freundes und Vaters, des Dichters und manuskripte-Herausgebers

    Alfred Kolleritsch
    (16.2.1931-29.5.2020)

    Andreas Unterweger, Helga Höhn, Julian Kolleritsch
    im Namen der manuskripte-Redaktion
    und des manuskripte-Literaturvereins